Leitbild
Die Bethanien Krankenhaus Chemnitz gemeinnützige GmbH ist eine Tochter der edia.con gemeinnützige GmbH und der alleinige Gesellschafter der Ev. Diakoniegesellschaft M itteldeutschland gGmbH (DGM). Die DGM ist Träger des Fachkrankenhauses Bethanien Hochweitzschen.
Der Gesellschafter hat eine eigene starke Tradition des „Dienens aus christlicher Nächstenliebe“ entwickelt, die sich in bewährten Leitbildern der Diakonie Ausdruck und Profil verleihen. Da das Krankenhaus von 1945-2006 weder Struktur noch Leitbild christlicher Prägung mehr hatte, ist evangelische Diakonie sowohl inhaltlich als auch organisatorisch für die meisten Mitarbeitenden neu zu entdecken.
So sind Leitung und Mitarbeiterschaft des FKH Hochweitzschen vom Träger eingeladen worden, in einem gemeinsamen Lernprozess fachlich und inhaltlich die diakonischen Prägungen der Gesellschafter kennen zu lernen und in der gebotenen Freiheit nach Wegen zu suchen, Ziele und Werte gemeinsam zu entwickeln.
Behandlung und Pflege geschehen in unserem Haus nach den anerkannten Werten christlicher Diakonie, wie sie die Bibel bezeugt.
„Den Nächsten zu lieben, wie sich selbst“ heißt für uns: Solidarität und Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Zuwendung, Rücksichtnahme und Respekt vor der Würde der uns anvertrauten Menschen zu leben.
Wir stellen uns der Herausforderung, aus den Traditionen der Diakonie zu lernen und ein vergleichbares Profil unserer Arbeit mit anderen Einrichtungen der Diakonie zu erreichen.
Wir achten die Vielfalt der Überzeugungen unserer Mitarbeiter/innen und wollen diese fruchtbar machen für gemeinsame Ziele.
Alle Mitarbeitenden setzen sich ein für eine vertrauensvolle und engagierte Arbeitsatmosphäre zum Wohle der Patienten.
Zur Würde des Menschen gehört es auch, dass Anfang, Sinn und Ende des Lebens nicht in unserer Verfügung liegen. Mitarbeitende und Patienten haben ein Recht darauf, als Suchende und Fragende ernst genommen zu werden.
Regelmäßige Angebote christlicher Sinngebung, des Feierns und der Seelsorge gelten sowohl Patienten als auch Mitarbeitenden.
Die Bibel als Gute Nachricht der Liebe Gottes an die Menschen, die Traditionen und die Gemeinschaft in den christlichen Kirchen und diakonischen Einrichtungen helfen, den Auftrag als diakonisches Fachkrankenhaus zu erfüllen.
Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst am Nächsten in der Haltung der Grundregel der Liebe: „Alles, was ihr für euch von den Mitmenschen erwartet, das tut ihnen auch.“ (Matthäus 7, 12)
Der Dreiklang im Kennzeichen von Bethanien: Liebe - Herz, Glauben- Kreuz und Hoffnung - Anker bildet dafür ein gutes Fundament.
Medizinisch-pflegerische Werte und Ziele unseres Hauses
Wir begegnen unseren Patienten mit Wertschätzung, Offenheit und Wahrhaftigkeit. Wir versuchen stets, vertrauensvolle, freundliche und emphatische therapeutische Beziehungen zu allen Patienten unter Berücksichtigung angemessener Nähe und Distanz herzustellen. Dies ist die Basis aller Therapie, die wir zusammen mit den Patienten gestalten wollen.
Wir verfolgen ein biologisches, psychologisches und soziales Krankheits- und Behandlungskonzept. Die daraus abgeleiteten Bausteine der Behandlung sind gleichwertig und als Ganzes wirksam. Den Maßstab für unsere Leistung setzen anerkannte fachliche Erfahrungen und Leitlinien.
Unser Behandlungsansatz orientiert sich am einzelnen Patienten und bezieht seine Persönlichkeit, Erfahrungen, Vorgeschichte, soziale Rolle und Umgebung ein. Unser Handeln orientiert sich an Lebensgewohnheiten des erkrankten Menschen und dem individuellen Hilfebedarf unter Beachtung der gemeinsam vereinbarten therapeutischen Ziele. Wir wollen Vertrauen gewinnen, um helfen zu können. Über die erforderliche Diagnostik und Therapie wollen wir mit unseren Patienten gemeinsam entscheiden. Wir wollen das jeweils beste Behandlungsergebnis mit wissenschaftlich erprobten Mitteln wirksam und wirtschaftlich erreichen.
Auf Dauer wirksame Therapie und Pflege ist auch Hilfe zur Selbsthilfe. Therapie kann anstrengend sein, auch für Patienten. In Abhängigkeit von Krankheitsschwere und Therapiefortschritt ist die aktive und positive Mitarbeit der Patienten von entscheidender Bedeutung. Wir fördern Genesung, aber wir können sie nicht erzwingen.
Wir integrieren unsere stationären, teilstationären und ambulanten Behandlungsangebote in die gemeindepsychiatrischen Strukturen. Wir empfehlen und organisieren die zur Sicherstellung des Therapieerfolges notwendigen weiteren Schritte der Nachsorge.
Um langfristig hilfreich zu sein, wollen wir unseren Patienten Wissen über ihre Erkrankung, über Risiken, Vorbeugung und Behandlung vermitteln.
Der fachliche Dialog mit einweisenden und weiterbehandelnden Ärzten, anderen gemeindepsychiatrischen Leistungsanbietern und den Kostenträgern ist von entscheidender Bedeutung für Akzeptanz und Erfolg unseres Krankenhauses. Wir sind stets Teil einer Behandlungskette.
Wirtschaftliche und organisatorische Leitsätze
Unser Krankenhaus ist im Landeskrankenhausplan verankert und finanziert sich über ein Budget, dass mit den Kostenträgern in den Pflegesatzverhandlungen jährlich vereinbart wird.
Daraus entsteht ein wirtschaftlicher Rahmen, der allen Abläufen innerhalb der Klinik Möglichkeiten eröffnet und Grenzen setzt.
Leitung und Mitarbeiterschaft sorgen durch Kreativität und Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und gute Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg dafür, dass bei Pflege und Behandlung der Patienten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Hauses erhalten und gestärkt wird.
Durch verantwortungsbewussten Umgang Aller mit den anvertrauten Mitteln wird das Krankenhaus seine Aufgaben mit guten Ergebnissen erfüllen.
Grundlage unserer Zusammenarbeit ist das Prinzip der Dienstgemeinschaft. Sie zeichnet sich durch die gemeinsame Verantwortung von Dienstgebern und Dienstnehmern im Führen des Krankenhauses auf der Basis gemeinsamer Werte aus.
Unerlässlich dafür sind die Instrumente der modernen Unternehmensführung:
Die Arbeitsabläufe und Entscheidungen werden verständlich und nachvollziehbar dargestellt.
Problemlösungen geschehen in einem Prozess, in den die jeweils Betroffenen einbezogen sind.
Die Leitung des Hauses hat neben den Organisationsabläufen auch das soziale Gefüge innerhalb der Dienstgemeinschaft und den Einzelnen im Blick.
Die Entfaltung individueller Begabungen durch Wertschätzung, Übertragung von Verantwortung und Weiterbildung befördern die Qualität der Arbeit.
(Für die Leitbildgruppe: CA Dr. Lehle, BL Schulze, Pfr. Kaden, November 2008)

