Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen – Zentrum für Psychosoziale Medizin Psychiatrische Tagesklinik Döbeln

Psychiatrische Tagesklinik Döbeln

Unsere Einrichtung ist eine Tagesklinik für psychisch erkrankte Menschen. Es stehen 22 behindertengerecht ausgestattete Therapieplätze vor, nach oder anstelle einer stationären Behandlung zur Verfügung.

Im Gegensatz zu einer ambulanten Therapie werden ganztägig, erweiterte Therapieprogramme für 2 Gruppen angeboten. Die Behandlung findet wochentags statt. Das Wochenende und die Feiertage verbringt der Patient in seinem gewohnten Umfeld. Die Gruppentherapie orientiert sich an den notwendigen Therapieansätzen und dem Leistungsvermögen des Einzelnen.

Die Patienten kommen jeden Tag von zu Hause, in der Regel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ausnahmsweise mit dem Taxi, oder mit Angehörigen in die Tagesklinik. Von Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug wird abgeraten.  

Die Therapie beginnt ca. 08:30 Uhr und endet gegen 16:15 Uhr. In der Zeit von 12:30–14:00 Uhr ist eine Mittagspause vorgesehen. Die Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagsverpflegung ist in die Behandlung eingeschlossen. Die Wochenenden sind frei.

Anschrift
Das therapeutische Team

In unserer Tagesklinik arbeiten verschiedene Berufsgruppen in einem therapeutischen Team zusammen.

Es besteht aus:

  • Ärzten
  • Psychologen
  • Sozialarbeitern
  • Ergotherapeuten
  • Physiotherapeuten
  • Pflegekräften

Leitender Arzt der Psychiatrischen Tagesklinik Döbeln ist Chefarzt Christian Wiedemuth.

Diagnostische Angebote
  • ärztliche Gespräche
  • Psycho- und Leistungsdiagnostik
  • Laboruntersuchungen
  • EKG und EEG
  • Bildgebende Diagnostik (in Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern)

Folgende Erkrankungen werden behandelt: 

  • Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Anpassungsstörungen als Reaktion auf einschneidende Lebensereignisse
  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis nach Abklingen der Akutphase
  • Hirnleistungsstörungen und krankhafte Veränderungen der Persönlichkeit im Alter
  • Psychosomatische Erkrankungen, einschließlich Essstörungen
  • Suchtkrankheiten nach der Entgiftungsphase (Alkohol, Drogen, Medikamente)
Therapeutische Angebote

Unser therapeutisches Team zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aus. Das Therapieprogramm orientiert sich an einem festen Wochenplan und ist für jeden Patienten verbindlich.

Das Therapieangebot umfasst:

  • regelmäßige ärztliche Visite
  • Krankheitsaufklärung
  • differenzierte medikamentöse Behandlung
  • Psychotherapie in Gruppen- und Einzelbehandlung, inklusive Psychoedukation
  • Soziales Kompetenztraining
  • Ergotherapie
  • Hirnleistungstraining
  • Haushaltstraining
  • Entspannungstherapie (Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training)
  • interaktive Patientenveranstaltungen
  • Angehörigengespräche bei Bedarf
  • Beschäftigungs-, Gestaltungs- und Kreativtherapie
  • Bewegungstherapie in Gruppen sowie bei medizinischer Notwendigkeit Einzel-Physiotherapie
Tiergestützte Therapiebegleitung

Tiergestützte Therapiebegleitung ist eine ergänzende Behandlungsform, die zunehmend eingesetzt wird. Diese Therapie nutzt den Kontakt zu Tieren, insbesondere Hunden, Katzen oder anderen Haustieren, um den Heilungsprozess von Patient:innen zu unterstützen. Der Einsatz von Tieren in der Therapie hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird zunehmend als wertvolle Maßnahme in der psychischen Gesundheitsversorgung anerkannt.

Wirksamkeit der tiergestützten Therapie
Die Wirksamkeit der tiergestützten Therapie basiert auf mehreren Aspekten:

1. Emotionale Unterstützung: Tiere können ein Gefühl von Trost und Sicherheit vermitteln. Der Kontakt zu einem Tier kann dazu beitragen, Ängste und Stress abzubauen, was besonders bei Patient:innen mit Angststörungen oder Depressionen hilfreich sein kann.

2. Förderung sozialer Interaktionen: Die Anwesenheit von Tieren kann die Interaktion zwischen Patient:innen fördern. Gemeinsame Aktivitäten, wie das Füttern, Pflegen oder Spielen mit Tieren, bieten eine hervorragende Plattform, um soziale Fähigkeiten zu entwickeln und Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

3. Verbesserung von psychischen und physischen Fähigkeiten: Der Umgang mit Tieren erfordert oft körperliche Aktivität, wie Gehen oder Spielen, welche die Motorik und Körperwahrnehmung der Patient:innen fördern können. Dies ist besonders relevant für Menschen, die ihre körperliche Gesundheit verbessern möchten.

4. Stressabbau und Entspannung: Der Kontakt zu Tieren hat nachweislich beruhigende Effekte. Das Streicheln eines Tieres kann den Blutdruck senken und die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren, was zu einer allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens führt.

5. Förderung von Verantwortungsbewusstsein: Die Betreuung eines Tieres kann den Patient:innen dabei helfen, Verantwortungsgefühl und Empathie zu entwickeln, indem sie lernen, auf die Bedürfnisse des Tieres einzugehen.

Fazit
Tiergestützte Therapiebegleitung bietet eine wertvolle Erweiterung der therapeutischen Angebote. Durch die positive Wirkung von Tieren auf die emotionale, soziale und körperliche Gesundheit der Patient:innen kann diese Therapieform dazu beitragen, den Heilungsprozess zu unterstützen und das Wohlbefinden der Patient:innen zu steigern. Die Implementierung solcher Programme sollte stets unter der Leitung von geschulten Fachkräften erfolgen, um den spezifischen Bedürfnissen der Patient:innen gerecht zu werden.